Häufige Fragen

1. Welche Chancen habe ich?
2. Wodurch entsteht Lungenkrebs?
3. Welches sind die ersten Anzeichen von Lungenkrebs?
4. Wie wird Lungenkrebs diagnostiziert?
5. Was kann ich in meinem Kampf gegen den Lungenkrebs tun?
6. Gibt es verschiedene Arten von Lungenkrebs?
7. Wie kann ich Lungenkrebs vorbeugen?
8. Gibt es Alternativen zu etablierten Therapien?
9. Was geschieht bei der Lungenkrebs-Nachsorge?
10. Was bewirkt die Chemotherapie?
11. Was bewirkt die Strahlentherapie?
12. Welche Chancen bieten neue Therapieformen?
13. Was kann ich als Angehöriger tun?

 

 

Welche Chancen habe ich?

Unter den Tumoren gilt der Lungenkrebs als einer der gefährlichsten. Der Grund: Er wird häufig in einem späten Stadium erkannt. Deshalb ist es so wichtig, gleich bei ersten Symptomen den Arzt aufzusuchen. Ihr Arzt wird aus den zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten die für Ihren speziellen Fall geeignetste wählen. Das Vertrauen zu Ihrem Arzt ist deshalb ebenso wichtig, wie Ihre aktive Mithilfe beim Kampf gegen den Krebs.

Während der jeweiligen Therapiephasen spielt neben der Wirksamkeit immer mehr auch die bestmögliche Erhaltung der Lebensqualität eine Rolle. Hierzu versucht man eventuelle Nebenwirkungen einer Lungenkrebstherapie - wie sie etwas bei der Chemotherapie und Strahlentherapie auftreten können - zu minimieren. Neue molekularbiologische Therapieansätze zeigen hier möglicherweise richtungsweisende Wege.

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Wodurch entsteht Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist eine noch relativ junge Krankheit. Erst 1963 hat der Lungenkrebs den Magenkrebs als häufigste Krebstodesursache bei Männern abgelöst. Als wichtigster Auslöser für den Lungenkrebs gilt das Rauchen. Über den Tabakrauch, der erwiesenermaßen über 40 krebserzeugende Substanzen enthält, gelangen die krebsfördernden Substanzen in die Lunge. Das Lungenkrebs-Risiko steigt mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag auf das bis zu 20-30-fache eines Nichtrauchers!

Der dauerhafte ungeschützte Umgang am Arbeitsplatz mit krebsfördernden Substanzen wie Asbest, Arsen, Chrom oder Nickel kann ebenfalls zum Lungenkrebs führen. Insbesondere wenn man zusätzlich auch noch raucht. Ererbte Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen, wenn auch in weit geringerem Maße als das Rauchen.

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Welches sind die ersten Anzeichen von Lungenkrebs?

Leider gibt es noch keine Früherkennungsmethoden für den Lungenkrebs. Es gibt jedoch Symptome, die auf eine Lungenkrebs-Erkrankung deuten können. Dazu gehören:

  • Dauerhusten über 2 Wochen
  • andauernde Brustschmerzen
  • blutiger Auswurf
  • Atemnot
  • Häufige Lungenentzündungen oder Bronchitis
  • Schwellungen an Gesicht oder Hals
  • Appetitverlust und Müdigkeit

Diese Symptome können auch ganz andere Ursachen haben. Bei Auftreten - insbesondere bei Kombination mehrerer Symptome - sollten Sie jedoch unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

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Wie wird Lungenkrebs diagnostiziert?

Bei Verdacht auf Lungenkrebs wird Ihr Arzt eine Reihe von Untersuchungen veranlassen, um eine gründliche Diagnose zu gewährleisten. Die für alle wichtigste Frage lautet: Handelt es sich wirklich um Lungenkrebs? Wenn ja, um welche Art und in welchem Stadium? Aufschluss darüber geben mehrere Untersuchungsverfahren:

  • Bluttests
  • Laboruntersuchungen des durch tiefes Abhusten gewonnenen Bronchialschleims
  • Bronchoskopie. Über ein optisches System betrachtet der Arzt die Lungenschleimhäute. Gleichzeitig können mit diesem Gerät auch Gewebeproben aus der Lunge entnommen werden, die dann auf Krebszellen hin untersucht werden
  • Röntgenaufnahmen des Brustkorbs. Sie ermöglichen eine gewisse Abgrenzung der Krebstypen
  • Ultraschalluntersuchung der inneren Organe. Hierüber wird auch nach Tochtergeschwülsten gesucht
  • Computertomographie. Im Gegensatz zu den zweidimensionalen Röntgenbildern ermöglicht die Computertomographie eine dreidimensionale Aufnahme des Tumors. Dies hilft, das Lungenkrebs-Stadium zu ermitteln. Zudem lassen sich durch die Computertomographie Sitz und Größe des Tumors präzise bestimmen. Wichtige Indizien, ob der Lungenkrebs operativ entfernt werden kann.

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Was kann ich in meinem Kampf gegen den Lungenkrebs tun?

Keine Frage, die Diagnose Lungenkrebs bringt einschneidende Veränderungen. Auf Ihr Leben, auf Ihren Tagesablauf und auf Ihre psychische Belastbarkeit. Neben der Behandlung durch den Arzt können auch Sie eine Menge tun, um das Leben mit dem Lungenkrebs leichter zu machen.

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Wenn Sie rauchen - hören Sie damit auf.

Durch Rauchen kann nicht nur Lungenkrebs entstehen. Tabakrauch schwächt auch Ihre ohnehin schon angegriffene Lunge. Das kann zu Komplikationen bei der Behandlung führen. Untersuchungen zeigen: Bei Patienten, die das Rauchen aufgeben, werden bessere Behandlungserfolge erzielt.

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Ernähren Sie sich richtig.

Ihr Körper braucht Reserven - sowohl für die Erkrankung, als auch die Behandlung. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann den Krebs zwar nicht heilen - auch wenn manche Wundermittel dies behaupten. Richtige Ernährung kann jedoch helfen, Ihren körperlichen Allgemeinzustand günstig zu beeinflussen und die Lebensqualität zu verbessern. Wenn Sie durch die Erkrankung oder die Therapie Gewicht verlieren oder manches nicht mehr so gut wie früher vertragen - Ihr Arzt kann Ihnen hier weiter helfen.

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Suchen Sie psychologische Unterstützung.

Das Leben mit dem Lungenkrebs meistern - dabei können Ihnen auch Gespräche mit ausgebildeten Beratern helfen. In vielen Städten und Gemeinden finden Sie psychosoziale Beratungsstellen. Sie bieten Ihnen und Ihren Angehörigen Rat und Informationen und helfen Ihnen dabei, mit der veränderten Lebenssituation zurecht zu kommen.

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Tun Sie, was Ihnen gut tut.

Nicht alle Behandlungsmethoden lassen sich streng wissenschaftlich belegen. Aber man weiß von einigen Präparaten, dass sie verschiedene Veränderungen im Immunsystem auslösen können., die einer Stärkung gleichkommen. Ob sie sich aber tatsächlich günstig auf die Krebserkrankung auswirken, ist medizinisch noch nicht richtig deutlich bewiesen. Am verbreitetsten sind Zubereitungen aus der Mistelpflanze. Ob beobachtete Besserungen des allgemeinen Wohlbefindens dem Präparat zuzuschreiben sind, oder einem subjektiven Gefühl, kann deshalb bis heute nicht sicher beantwortet werden.

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Gibt es verschiedene Arten von Lungenkrebs?

Ja, Ihr Arzt unterscheidet im wesentlichen vier verschiedene Arten von Lungenkrebs. Die häufigste Art ist das Plattenepithelkarzinom (35%-45%), gefolgt vom Adenokarzinom (25%-35%), dem kleinzelligen Karzinom (20%-25%) und dem großzelligen Karzinom (10%-15%).

Für die Behandlung teilt Ihr Arzt den Lungenkrebs in zwei Gruppen: den kleinzelligen Lungenkrebs - der in der Regel nicht operiert werden kann - und den nichtkleinzeilligen Lungenkrebs. Hierunter werden alle anderen Lungenkrebsarten zusammengefasst. Diese können operiert werden.

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Wie kann ich Lungenkrebs vorbeugen?

Die beste Vorsorge ist, nicht zu Rauchen oder das Rauchen aufzugeben. Selbst starke Raucher, die damit aufhören, können ihr relatives Lungenkrebsrisiko innerhalb von 10 Jahren vom 15-fachen eines Nichtrauchers auf das nur noch 5-fache senken. Bei Frauen scheint dieser Prozess so gar noch schneller zu erfolgen.

Wer beruflich mit lungenkrebsfördernden Substanzen wie etwa Asbest, Nickel oder Chrom in Kontakt kommt, sollte entsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen - beispielsweise Schutzanzüge oder Atemmasken tragen.

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Gibt es Alternativen zu etablierten Therapien?

Ja, wenn auch diese Alternativen zumeist nicht alleine, sondern ergänzend zu den klassischen Behandlungen wie Operation, Chemotherapie und Strahlenbehandlung eingesetzt werden. Der molekularbiologische Therapieansatz durch z.B. EGFR-blockierende Stoffe zielt darauf, den Lungenkrebs nebenwirkungsarm und lebensverlängernd anzugreifen - bei weitgehender Aufrechterhaltung der Lebensqualität.

Dies ist für jemanden, der schon einmal eine Chemotherapie gemacht hat, ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Denn die Chemotherapie greift nicht nur den Haupttumor an, sondern alle sich schnell teilenden Körperzellen. Da ist es verständlich, dass man als Patient die damit verbundenen Nebenwirkungen wie Haarausfall, schwere Übelkeit und Erbrechen möglichst vermeiden möchte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Chemotherapie allein den Lungenkrebs nicht heilen, sondern ein Fortschreiten allenfalls stoppen kann.

Bereits mehrere wissenschaftliche Studien belegen, dass der neue molekularbiologische Weg zur Bekämpfung des Lungenkrebs für den Patienten sehr viele Vorzüge mit sich bringen kann.
Hier erfahren Sie mehr darüber.

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Was geschieht bei der Lungenkrebs-Nachsorge?

Wie bei jeder Krebsbehandlung spielt auch beim Lungenkrebs die Nachsorge ein wichtige Rolle. Warum? Ihr Arzt - und sicherlich auch Sie - möchten sicher sein, ein Wiederauftreten der Krankheit rechtzeitig zu erkennen. Beispielsweise durch Röntgenkontrollen der Lunge, Blutuntersuchungen und einer Lungenfunktionsprüfung.

Beim Lungenkrebs-Nachsorgeprogramm geht es im Besonderen um die Suche nach Tochtergeschwülsten (Metastasen). Lungen, Leber, Gehirn, Knochen und Nebennieren müssen bei ersten Anzeichen mit speziellen Verfahren untersucht werden.

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Auch kann Ihr Arzt in der Nachsorgephase eventuelle Begleit- und Folgeerkrankungen feststellen und behandeln. Vor allem durch Chemotherapien ist die Immunabwehr des Körpers stark geschwächt. Auch steht Ihnen bei physischen und psychischen Fragen Ihr Arzt während der Nachsorge hilfreich zur Seite. Darüber hinaus finden Sie im Internet zahlreiche Organisationen, die Ihnen weiter helfen. Hier eine Auswahl:

Links zu Organisationen im Internet

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Was bewirkt die Chemotherapie?

Die Chemotherapie zielt darauf ab, durch bestimmte Medikamente (Zytostatika) die Zellteilung der Lungenkrebszellen im Körper zu beeinträchtigen. Dadurch kann eine Tumorrückbildung erreicht werden. Der Vorteil der Chemotherapie liegt darin, dass ihre Anti-Krebsmedikamente alle Körperbereiche - also nicht nur die Lunge - erreichen. Dies ist besonders wichtig beim kleinzelligen Lungenkrebs, der die Tendenz hat, sich im Körper zu verbreiten.

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Die Nebenwirkungen

Der große Vorteil der Chemotherapie - die ganzheitliche Wirkung im Körper -- ist zugleich ihr Nachteil. Die Chemotherapie greift nicht nur die Krebszellen an, sondern auch "gesunde" Körperzellen, die sich häufig teilen. Vor allem das Knochenmark, in dem die Blutzellen entstehen, die Mundschleimhäute sowie die Darmschleimhaut werden durch eine Chemotherapie häufig in Mitleidenschaft gezogen. Auch kann es zu vorübergehendem Haarausfall kommen, da sich die Zellen an den Haarwurzeln ebenfalls sehr oft teilen. Übelkeit und Erbrechen sind weitere typische Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Bessere Verträglichkeit

Um diesen Nebenwirkungen vorzubeugen oder sie zu lindern, stehen dem Arzt heute verschiedene sehr wirksame Möglichkeiten zur Verfügung. Neue Medikamente mit einer möglicherweise besseren Verträglichkeit befinden sich in der Erprobung. Auch kann der Arzt die Chemotherapie mit anderen Therapieformen kombinieren, um den Behandlungserfolg oder die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.

Die Chemotherapie erfolgt in mehreren Zyklen, die von 2- bis 4-wöchigen Behandlungspausen unterbrochen sind. In dieser Zeit können die Medikamente wirken und der Patient sich von den Nebenwirkungen erholen.

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Eine der großen Herausforderungen bei der Chemotherapie ist aber nicht nur die Reduzierung der Nebenwirkungen. Es zeigt sich auch, dass gewisse Krebsarten eine Resistenz gegen Medikamente der Chemotherapie entwickeln. Mit ein Grund, warum neue Therapieansätzen intensiv erforscht werden.

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Was bewirkt die Strahlentherapie?

Die Strahlentherapie - auch Radiotherapie genannt - versucht, den Lungenkrebs von außen in den Griff zu bekommen. Sie kann sowohl vor einer Operation eingesetzt werden - um den Krebstumor zu verkleinern, als auch nach der Operation, beispielsweise, um noch eventuell vorhandene Krebsreste an den Randbereichen des Operationsgebietes zu zerstören. Besonders der kleinzellige Lungenkrebs spricht rasch auf Bestrahlung an. Meist erfolgt die Strahlentherapie ambulant mit 4-5 Einzelbestrahlungen pro Woche - der Patienten kann weiterhin zu Hause in seiner gewohnten Umgebung leben. Auch zur vorsorglichen Nachbehandlung wird die Strahlenbehandlung eingesetzt.

Das Prinzip: Durch starke elektromagnetische Wellen wird das Erbgut der bestrahlten gesunden wie kranken Zellen verändert. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass sich gesunde Zellen wesentlich schneller von der Bestrahlung erholen. Bei einer erneuten Bestrahlung wird die bereits vorgeschädigte Lungenkrebszelle noch stärker in Mitleidenschaft gezogen, so dass sie nach mehreren Bestrahlungssitzungen gänzlich abstirbt. Vielfach gibt es Hinweise, dass die Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie offenbar Vorteile gegenüber einer reinen Chemotherapie hat. Beispielsweise, um den Therapieerfolg zu festigen.

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Welche Chancen bieten neue Therapieformen?

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Krebszellen auf ihrer Oberfläche sogenannte Rezeptoren für Wachstumsfaktoren bilden. Über diese Rezeptoren empfängt die Lungenkrebszelle Signale von ihrer Umwelt und wird sie zum Wachstum stimuliert.

Einer dieser für Lungenkrebszellen so wichtigen Signalstoffe ist der Epidermale Wachstumsfakor (Epidermal Growth Faktor; EGF). Er ist dafür verantwortlich, dass Tumorzellen sich besonders schnell teilen. Mit einer neuen Therapieform, die die Wirkung dieses Faktors blockieren, kann es gelingen, so zeigen bereits mehrere Studien, die Weitergabe der für unseren Körper so gefährlichen Signale zu blockieren. Die Tumorzellen verkümmern und können letztlich absterben. Durch diese molekularbiologische "Überlistung" der Krebszellen könnte:

  • Das Lungenkrebs-Wachstum blockiert,
  • Die Weitergabe der für Krebszellen lebenswichtigen Signalen unterbrochen und die Zellteilung inaktiviert werden.

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Der Tumor würde dadurch praktisch ausgebremst und könnte sich sogar zurückbilden. Dieser sehr direkte Angriff auf die Lungenkrebszelle hat einen entscheidenden Vorteil: Die Verträglichkeit der neuen Therapieform ist im Vergleich zu Strahlenbehandlung und Chemotherapie sehr gut. So könnten Tumorpatienten möglicherweise eine Menge unerwünschter Nebenwirkungen erspart bleiben. Bei einem deutlichen Plus an Lebensqualität. Während der Zeit der Rehabilitationsmaßnahmen ließe sich wieder ein weitgehend normales Leben führen. Ein Abklingen von Husten, Atemnot und Brustschmerzen scheint ebenso möglich wie die Besserung der Müdigkeit, Appetitlosigkeit und emotionalen Verfassung.

Ein weiterer Weg, dem Tumor beizukommen, besteht darin, solche Faktoren auszuschalten, die die Versorgung des Tumors mit Nährstoffen sicherstellen. Der Tumor braucht ja Nährstoffe , um wachsen zu können. Und wenn man ihm die Möglichkeit entzieht, mit Nährstoffen versorgt zu werden, dann könnte auch sein Wachstum behindert werden. Auch solche Verfahren werden intensiv untersucht.

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Ein dritter Weg schließlich beruht darauf, die in der Tumorzelle aktivierten Wachstumssignale auszuschalten. Auch dies ist eine präzise Ansteuerung und Ausschaltung von Wachstumsreizen. Hier ist ebenfalls eine rege klinische Erforschung im Gange.

Die komplette Auflistung würde jedoch zu umfangreich werden und es empfiehlt sich, sich bei Tumorzentren oder beim Krebsinformationsdienst weiter zu informieren.

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Was kann ich als Angehöriger tun?

Zunächst einmal: Sie als Angehöriger sind für den Lungenkrebspatienten eine wichtige Stütze. Doch bei aller Sorge und Mitgefühl sollten Sie nicht vergessen, auch ihr eigenes Leben weiter zu leben. Sicherlich: Es gibt kein Zurück in den normalen Alltag. Doch gerade für Krebspatienten ist es wichtig, wieder möglichst zurück in eine alltägliche Situation zu finden. Besonders zu Beginn des Bekanntwerdens der Krankheit wird es Ihnen schwer fallen, über die jeweiligen Sorgen und Ängste zu sprechen. Zugleich möchten Sie dem Krebspatienten so viel wie irgend möglich helfen.

Doch ihre grenzenlose Unterstützung wird vom Krebspatienten nicht immer gewünscht. Viele wollen ihr Leben weiterhin selbst in der Hand halten und bestimmen. Und wie jeder Mensch, so hat auch der Krebspatient seine persönlichen Grenzen, die Sie möglichst respektieren sollten.

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Ein Patentrezept gibt es nicht.

Das Beste, was Sie tun können, ist, eine gemeinsame Übereinkunft zu finden. Eine Übereinkunft, zwischen den Bedürfnissen und Grenzen des Kranken und ihren eigenen. Häufig wünschen Angehörige und Patienten auch ganz unterschiedliche Informationen. Während Sie vielleicht sorgenvoll in die Zukunft blicken, interessiert viele Lungenkrebskranke nur das Hier und Jetzt.

Keine Frage: Auch auf Sie als Angehöriger kommen Veränderungen zu. Neue, ungewohnte Rollen und Aufgabenverteilungen sind unvermeidlich und können zu Konflikten führen. Seien Sie deshalb nachsichtig mit sich und dem Krebskranken. Und stellen Sie keine zu hohen Anforderungen an sich selbst. Sie müssen nicht immer hundertprozentig sein. Und auch Sie haben ein Recht auf Erholung. Mit neuer Energie können Sie Krebskranken viel besser zur Seite stehen.

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